Verbandsgemeinde Ulmen

Das Gebiet der Verbandsgemeinde Ulmen umfasst mit einer Fläche von 147 qkm einen Abschnitt der Vulkaneifel. Der Verbandsgemeinde gehören die Stadt Ulmen und 15 Ortsgemeinden an. Der Sitz der Verbands­ge­meinde­ver­waltung ist in der namens­gebenden Stadt Ulmen, welche die jüngste Stadt im Kreis Cochem-Zell ist. Die Bezeichnung „Stadt“ wurde am 02. Oktober 2009 durch Minister­präsident Kurt Beck an die damalige Ortsgemeinde Ulmen verliehen.

Verbandsgemeinde Ulmen: Ferienland der Thermen und Maare

Angefangen hat alles mit einer heftigen Explosion. Als vor rund 10.000 Jahren der jüngste Vulkan Deutschlands ausbrach und riesige Mengen Ge­stein und Lava nach oben schleuderte entstand ein großer Krater in der Land­schaft. Durch nachrutschendes Gestein wurde der trichter­förmige Hohl­raum ver­schlossen und füllte sich mit Regen­wasser und nachfließendem Grund­wasser:

Das Ulmener Maar war geboren. Als jüngstes der Eifelmaare gehört es mit einer Tiefe von 36 Metern und einer Ausdehnung von 225 bzw. 325 Metern zu den mittelgroßen Maaren. Umgeben wird das Ulmener Maar von dem Maarberg, einem mächtigen Tuffwall, der durch die Ablagerung der herausgeschleuderten Lava und Gesteinsstücke entstanden ist. Heute sind sich die Förderprodukte des Ausbruchs nördlich der Kirche in großen Anschnitten zu sehen. Die Menschen in Ulmen nutzten das Wasser aus dem Maar seit jeher als Trinkwasser. Auch die Ulmener Burg – eine im 12. Jahrhundert auf dem Maarberg entstandene und im 18. Jahrhundert zerstörte Kreuzritterburg – wurde über einen Brunnen mit Trinkwasser aus dem Maar versorgt.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Ulmener Maar liegt ein weiterer jedoch wesentlich älterer Vulkankrater: der Jungferweiher. Der Weiher ist von einem breiten Verlandungsgürtel umgeben. In dem bedeutenden Vogelschutzgebiet können im Laufe eines Jahres rund 150 Vogelarten beobachtet werden. Als Brutplatz für Wasservögel ist der Weiher ebenso wichtig wie als Rast- und Überwinterungsgebiet für Zugvögel. Lässt der Jungferweiher einerseits das Herz jeden Ornithologen höher schlagen, ist er anderseits ein wahres Anglerparadies. Die 20 Fischarten von Hecht über Zander und Aal bis zur Schleie zeugen von der guten Wasserqualität im Jungferweiher.

Durch die besondere geologische Situation der Region entstand auch die einzige Glaubersalztherme Deutschlands in Bad Bertrich, die bis heute glasklar und wohl­temperiert aus einer Tiefe von 2000 Metern aus dem vulkanischen Gestein hervorsprudelt. Zu erleben ist die Quelle als prickelndes Vergnügen auf 400 Quadratmetern Wasserfläche im Thermal-Hallen und –Freibad, das zu 100% mit dem 32°C naturwarmen Heilwasser gespeist wird. Eine weitere Besonderheit vulkanischen Ursprungs ist die Elfengrotte in Bad Bertrich, die wegen ihrer außergewöhnlichen Form auch Käsegrotte genannt wird. Durch Verwitterung der Basaltsäulen ähnelt das Gestein einer Reihe aufgestapelter Käselaiber.

Doch auch die Hinter­lassenschaften der jüngeren Vergangen­heit können sich sehen lassen. Der anerkannte Erholungsort Lutzerath war über Jahr­hunderte Sitz des Hoch- und Friedengerichts, besaß also die Gerichtsbarkeit und ein Gefängnis. Im Ortsteil Driesch wartet ein wahrer Schatz auf seine Entdeckung: der Bitter-Leidens-Altar, ein kostbares Meisterwerk des Barock. Als dreigestaffelter Schnitzaltar nimmt dieses Kunstdenkmal den Hauptchor der Wallfahrtskirche Mater Dolorosa in voller Höhe ein und zeigt in elf Holzreliefs das Leiden Christi. Im traditionellen und zugleich modernen Kurort Bad Bertrich, seit 1476 Staatsbad, waren bereits viele illustere Besucher wie Sebastian Münster oder Alexander von Humboldt zu Gast. Doch größter Förderer von Bad Bertrich wurde Kurfürst Clemens Wenzeslaus, der Mitte des 18. Jahrhunderts Promenaden, Parkanlagen und das Kurfürstliche Schlösschen erbauen ließ. Umrahmt von klassizistischen Bauten ist dieses Schlösschen heute noch der Mittelpunkt im blumenübersäten Kurgarten.

Die gut beschilderten Wander- und Radwege im Ferienland der Thermen und Maare laden ein, die Landschaft in der Vulkaneifel unweit der Mosel auf „Schusters Rappen“ oder dem “Drahtesel“ zu erkunden. Ganz gleich ob Wandern, Radeln, Schwimmen oder Wellness- und Gesundheitsurlaub, ein großzügiges Freizeitangebot steht im Ferienland der Thermen und Maare überall zur Verfügung.

Übersicht der Ortsgemeinden und Städte in der Verbandsgemeinde Ulmen

Alflen Auderath Bad Bertrich
Beuren Büchel Filz
Gevenich Gillenbeuren Kliding
Lutzerath Schmitt Stadt Ulmen
Urschmitt Wagenhausen Weiler
Wollmerath    

(Beim "Klick" auf den Ortsnamen öffnet sich ein neues Fenster mit dem Internetauftritt der Stadt bzw. Ortsgemeinde)

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